Selina Gasser
Kunst, Textildesign
Selina Gasser sucht in ihrer Arbeit durch textile Praxis und Materialien Formen von matriarchalen, fürsorgebasierten Strukturen. Dies beinhaltet neben ihren Kunstprojekten auch Vermittlungsformate zu unterschiedlichen Textiltechniken. Zudem leitet sie den Matriarchal Peace Stitching Club und den Matriarchal Peace Weaving Club.
Vita
Selina Gasser ist eine Basler Künstlerin, die sich mit verschiedenen Formen von Verbundenheit, zwischen inneren und äusseren Welten, zwischen Menschen sowie zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Entitäten, beschäftigt. Sie interessiert sich dafür, wie sich das Individuum im grösseren Geflecht von Gesellschaft und darüber hinaus im kosmischen Zusammenhang verorten lässt. Und wie matriarchale Strukturen von Fürsorge und Resilienz in textile Praxis übersetzt werden können.
Selina Gasser lebt und arbeitet in Riehen. 2024 schloss sie den Masterstudiengang textil.kunst.design an der Kunstuniversität Linz ab, inklusive eines Erasmus-Austauschs an der Universität Lappland in Rovaniemi. Zuvor absolvierte sie 2018 das Diplom Textildesign (HF) an der Schule für Gestaltung Basel sowie 2014 den Bachelor in Primarstufenpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Luzern. 2026 erweiterte sie ihre Ausbildung mit dem CAS Art & Peace an der HGK Basel.
2024 erhielt sie ein Stipendium von Atelier Mondial Basel und war Artist-in-Residence in Oaxaca/Mexiko. Im selben Jahr wurde sie zudem als «Emerging Women Artist» des Arts to Hearts Projects ausgewählt. 2025 folgte eine Residency bei der Arquetopia Foundation in Urubamba/Peru. Parallel zu ihrer künstlerischen Praxis arbeitet sie als Textillehrperson und gibt Workshops in unterschiedlichen textilen Techniken. Seit 2024 ist sie Newcomerin bei Visarte Region Basel und Mitglied des DOCK Basel Archivs. Ihre Arbeiten wurden unter anderem in der Schweiz, in Österreich, Deutschland, Finnland, Ukraine, Mexiko, Kanada ausgestellt.
2026 gründete sie den Matriarchal Peace Stitching Club und den Matriarchal Peace Weaving Club mit dem Ziel, einen sicheren Raum für Dialog, Austausch, Unterstützung, Spass und vielleicht auch kollektive Heilung zu öffnen. Ein Raum, wo die dialogische und textile Auseinandersetzung mit Fragen zu Frieden, Weiblichkeit, Matriarchat, Zukunftsvorstellungen, Vernetzung im Vordergrund stehen.